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Was ist ein Nabelbruch?

Der Nabel ist eine natürliche Schwachstelle der Bauchdecke, so dass es häufig zur Ausbildung eines Nabelbruches kommt. Hierbei bildet sich eine Lücke in der Bauchdecke, durch die Bauchinhalt, beispielsweise Fettgewebe oder auch Darmanteile heraustreten können

Wie macht sich ein Nabelbruch bemerkbar?

Eine sicht- und tastbare weiche Vorwölbung direkt am Nabel oder des Nabels selbst ist typisch. Die Größe der Vorwölbung kann stark variieren, manchmal ist nur eine winzige Lücke in der Bauchdecke tastbar.

Welche Komplikationen gibt es?

Im Gegensatz zum Leistenbruch ist das Einklemmungsrisiko deutlich geringer, das heißt, es kommt nur sehr selten dazu, dass sich Bauchinhalt in der Bruchlücke verfängt und schlimmstenfalls abstirbt. Das Risiko dafür beträgt etwa 3 %.

Eine nicht mehr zurückdrückbare Einklemmung ist ein Notfall und muss sofort einem Chirurgen vorgestellt werden!

Im Vorschulalter typisch sind „Nabelkoliken“, stechende, kurzzeitig auftretende Schmerzen um den Nabel bei ansonsten guter Gesundheit und fehlender Einklemmung des Bruches.

Wie wird der Nabelbruch behandelt?

In der Regel kann bei einem kindlichem Nabelbruch bis zum dritten Lebensjahr zugewartet werden, außer wenn sich der Bruch stetig vergrößert oder er offensichtliche Beschwerden verursacht. Die Chancen auf eine spontane Rückbildung sind bis dahin gut. Auf eine mögliche Einklemmung sollte aber - auch bei dem nur geringen Risiko – stets geachtet werden.

Ab dem dritten Lebensjahr sollte ein Nabelbruch operiert werden, bei Erwachsenen immer.

Die noch gelegentlich angewandten „Nabelpflaster“ oder ähnliche Vorrichtungen, die den Bruch zurückhalten sollen, sind sinnlos und verursachen allenfalls Hautekzeme oder Allergien.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Ein Eingriff wird beim Kind fast immer ambulant und in Vollnarkose vorgenommen. Durch einen Schnitt am Nabelunterrand wird die Bruchlücke aufgesucht und mit kräftigen Nähten verschlossen. Der vorher abgelöste Nabel wird dann an die Bauchdecke fixiert, um auch ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis zu erzielen.

Beim Erwachsenen ist das Vorgehen identisch, nur dass das Gewebe zusätzlich durch eine doppelte Naht oder ein Kunststoffnetz verstärkt wird. Bei Erwachsenen ist der Eingriff auch in örtlicher Betäubung möglich.

Was muss nach der Operation beachtet werden?

Wenige Stunden nach der Operation kann das Kind in die Obhut der Eltern entlassen werden. Eine Schmerzmittelgabe ist – wenn überhaupt - meist nur in den ersten beiden Tagen nach der Operation erforderlich.

Nach ca. 1 Woche können die Fäden entfernt werden, spätestens ab dann ist auch die Schulfähigkeit erreicht. Nach 2 – 3 Wochen kann mit sportlicher Tätigkeit begonnen werden.

Bei Erwachsenen sollte körperliche Schonung für 4 Wochen eingehalten werden. Arbeitsfähigkeit tritt je nach Beruf nach wenigen Tagen bis zu etwa 3 Wochen ein.

Welche Risiken der Operation gibt es?

Schwerwiegende Komplikationen einer Nabelbruchoperation bei Kindern und Erwachsenen sind sehr selten. Es kann wie bei jeder Operation zu Blutergüssen und Eiterungen der Wunde kommen.

Da bei dem Eingriff kurzzeitig auch die Bauchhöhle eröffnet ist, kann es in extrem seltenen Fällen zu Verletzungen des Bauchinhalts mit nachfolgender Blutung oder Infektion in der Bauchhöhle (Bauchfellentzündung) kommen.

Das Wiederauftreten des Bruches ist möglich, aber ebenfalls selten (bei Kindern > 1%, bei Erwachsenen um die 10%).

 

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